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Bewegungsmangel versus Erholung durch Sport: Neue Erkenntnisse zur Schlafqualität junger Männer

17 September 2026 · 2 min read

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Article image by Ozkan Guner
Image by Ozkan Guner

Eine kürzlich veröffentlichte explorative Studie der Universität Cassino und Lazio Meridionale beleuchtet die Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität, sitzender Lebensweise und Schlafqualität bei jungen Erwachsenen. Die Forscher verglichen dabei Amateurfußballspieler, sportlich aktive Personen und Menschen mit hoher Sitzzeit. Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede in der selbst berichteten Schlafgesundheit.

An der Untersuchung nahmen 55 männliche Teilnehmer im Durchschnittsalter von etwa 23 Jahren teil. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt. Dazu gehörten 20 Amateurfußballspieler, 18 Personen mit strukturiertem Fitnesstraining und 17 Personen mit einer hohen täglichen Sitzzeit von mindestens fünf Stunden. Zur Datenerhebung nutzten die Teilnehmer standardisierte Tests. Diese umfassten den Pittsburgh Sleep Quality Index für die Schlafqualität, den PREDIMED-Fragebogen für die Einhaltung der mediterranen Ernährung und den Morningness–Eveningness Questionnaire zur Bestimmung des Chronotyps.

Die Ergebnisse offenbarten einen markanten Kontrast in den Schlafmustern. Die Gruppe mit hoher Sitzzeit berichtete deutlich schlechterer Schlafqualität als die beiden aktiven Gruppen. Nur 17,6 Prozent der sedentären Teilnehmer schliefen gut. Im Vergleich dazu erreichten rund 75 Prozent der Athleten und 72 Prozent der allgemein aktiven Gruppe eine gute Schlafqualität. Die Daten zeigten, dass langes Sitzen mit kürzerer Schlafdauer und geringerer subjektiver Schlafqualität einhergeht. Auffällig war zudem, dass sich Fußballspieler und die allgemein aktive Gruppe nicht signifikant unterschieden. Dies legt nahe, dass der Nutzen auf regelmäßiger strukturierter Bewegung beruht und nicht ausschließlich auf sportspezifischen Faktoren.

Entgegen mancher Erwartungen ergab sich kein signifikanter Unterschied bei der Einhaltung der mediterranen Ernährung zwischen den drei Gruppen. Die meisten Teilnehmer lagen im Bereich der durchschnittlichen Einhaltung. Dies deutet darauf hin, dass allein die Ernährungsweise die Unterschiede in der Schlafqualität nicht erklärte. Auch die Chronotyp-Präferenzen waren weitgehend ähnlich. Die Mehrheit der Teilnehmer nannte sich weder Morgen- noch Abendtyp. Eine explorative Korrelationsanalyse zeigte jedoch innerhalb der sitzenden Gruppe einen einzigartigen Zusammenhang: Schlechtere Schlafqualität korrelierte negativ mit einem abendlichen Chronotyp. Das bedeutet, dass Nachteulen mit sitzendem Lebensstil möglicherweise mit verstärkten Schlafproblemen konfrontiert sind.

Diese Ergebnisse unterstreichen die entscheidende Rolle von Bewegung für gesunde Schlafzyklen. Während Profisportler oft wegen Reisen und Druck unter Schlafmangel leiden, zeigten die Amateure in dieser Studie robuste Schlafprofile, die mit anderen aktiven Gleichaltrigen vergleichbar waren. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Reduzierung von Sitzzeiten und regelmäßige körperliche Aktivität zentrale Bestandteile der Schlafhygiene für junge Männer sind. Zukünftige Forschung soll objektive Messmethoden wie die Aktigraphie nutzen, um diese Zusammenhänge weiter zu klären und den Einfluss des Trainingszeitpunkts auf die circadianen Rhythmen zu untersuchen.