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Iran und Oman schließen neue Schifffahrtsroute in der Straße von Hormus ab: Was die Ölmärkte beobachten

06 August 2026 · 3 min read

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Straße von Hormus, MMN-Korrespondent: In einem der wichtigsten Seewege der Welt zeichnet sich ein großer Schritt ab. Der Iran hat angekündigt, dass ein Abkommen über eine Schifffahrtsroute mit Oman für die Straße von Hormus in der Endphase steht. Die Ankündigung erfolgt, während die globalen Märkte aufmerksam auf Zeichen der Stabilität in einer Region achten, die monatelang von Störungen geprägt war.

Warum ist die Straße so wichtig? Diese schmale Wasserstraße zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman transportiert täglich etwa ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssiggas. Sie ist damit eine kritische Schlagader für die Energieversorgung, besonders für Asien und Europa.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baqaei, bestätigte, dass die geografischen Koordinaten der Route mit Oman abgestimmt wurden. Details nannte er nicht. Er wies auch darauf hin, dass die sichere Navigation von mehr als diesem Abkommen abhängt. Über die Nachrichtenagentur Irna sagte er: "Die Faktoren, die die Straße von Hormus unsicher machen, bestehen auf Seiten der USA weiterhin fort, insbesondere die Seeblockade und andere aggressive und bedrohliche Maßnahmen gegen den Iran und seine Interessen."

Der stellvertretende Außenminister Kazem Gharibabadi ergänzte später, dass die Route vorübergehend sein könnte und zwei bis vier Monate offen bleiben könnte. Die genauen Bedingungen wurden nicht öffentlich gemacht. Die USA und Oman haben noch nicht auf den Vorschlag reagiert, und das Weiße Haus hat seine Position nicht geklärt.

Diese Entwicklung folgt auf eine deutliche öffentliche Aussage von Präsident Donald Trump. Er sagte, der Iran würde "sehr hart getroffen", wenn die Straße nicht "sehr bald" wieder geöffnet würde. Etwa zur gleichen Zeit berichteten hochrangige US-Beamte, dass diplomatische Gespräche Fortschritte gemacht hätten und die Lieferungen später in dieser Woche wieder aufgenommen werden könnten. Der Iran seinerseits erklärt seit jeher, dass er nicht mit den USA verhandelt.

Der größere Zusammenhang reicht bis zum 28. Februar zurück, als die USA und Israel weitreichende Angriffe auf den Iran starteten. Bei den Angriffen wurde der damalige oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, getötet. Sein Sohn Mojtaba Khamenei wurde zu seinem Nachfolger ernannt. Mojtaba wurde bei denselben Angriffen verwundet und ist seitdem nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Seine Abwesenheit hat zu Spekulationen über seine Gesundheit und seine Rolle bei Entscheidungen geführt. Präsident Masoud Pezeshkian hat gesagt, dass eine Kommunikation mit ihm möglich ist. Er beschrieb die derzeitige Lage als "im Moment schwierig".

Im Juni unterzeichneten der Iran und die USA eine Absichtserklärung, die darauf abzielte, die Kämpfe zu beenden und die Straße von Hormus innerhalb von 60 Tagen wieder zu öffnen. Dieser Prozess hielt nicht, und innerhalb von Tagen begannen wieder gegenseitige Angriffe. Die neue Vereinbarung mit Oman könnte als weiterer Versuch gesehen werden, einen praktikablen Weg nach vorne zu schaffen.

Einer der wichtigsten Streitpunkte ist das Geld. Ein hochrangiger iranischer Beamter sagte gegenüber Reuters, dass der Iran Gebühren zwischen 5 % und 7 % des Warenwerts anstrebt. Oman verhandelt Berichten zufolge über etwa 3 %. Washington besteht darauf, dass keine Gebühren erhoben werden dürfen. Das vorgeschlagene Abkommen würde Teheran auch die Kontrolle über Schiffe geben, die durch die Straße in den Golf einfahren. Diese Bedingung wird wahrscheinlich große internationale Aufmerksamkeit erregen.

Es gibt auch die breitere maritime Lage. Die vom Iran unterstützte Houthi-Gruppe im Jemen hat seit dem 20. Juli die Häfen Saudi-Arabiens am Roten Meer eingeschränkt. Sie hat auch Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden angegriffen. Diese Aktionen haben den globalen Schifffahrtsrouten eine weitere Ebene der Komplexität hinzugefügt und internationale Marinestreitkräfte auf den Plan gerufen.

Die Ankündigung hat bereits eine spürbare Wirkung gezeigt. Brent-Öl wird in der Nähe von 79 Dollar pro Barrel gehandelt, und die Nachricht trug dazu bei, die Preise im asiatischen Handel leicht zu senken. Analysten bleiben vorsichtig, da sie wissen, dass sich Verhandlungen schnell ändern können.

Die Vorteile einer Wiedereröffnung der Route gehen über Öl und Gas hinaus. Eine funktionierende Straße von Hormus unterstützt die Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und lebenswichtigen Gütern an Gemeinden in der gesamten Region. Die Wiederherstellung dieses Flusses ist eine bedeutende Gelegenheit für mehr Sicherheit und Zusammenarbeit.

Was als Nächstes passiert, hängt davon ab, wie alle Seiten auf die Details reagieren. Oman hat lange als Brücke zwischen dem Iran und dem Westen gedient, und diese Rolle ist wertvoller denn je. Wenn das Abkommen voranschreitet, könnte es als vertrauensbildender Schritt in einer Region dienen, die praktische Lösungen braucht.

Die Welt beobachtet diese Endphase aufmerksam. Eine wiedereröffnete Straße von Hormus wäre eine willkommene Entwicklung für die Energiemärkte, die regionalen Volkswirtschaften und die Millionen von Menschen, die von den Gütern abhängen, die durch diese lebenswichtige Wasserstraße transportiert werden.