Macro Micro News Global Pulse. Local Truth.

Chinas Kohle-Comeback: 30 GW dazugebaut, Rekord an ungenutzter sauberer Energie und was das für Sie bedeutet

06 August 2026 · 3 min read

We compile, generate and translate using Artificial Intelligence from the below given source. Macro Micro News is responsible for its editorial publication.

Article image by Ghostinmirror
Image by Ghostinmirror

Peking, China, MMN-Korrespondent: Was passiert, wenn eine Nation im selben Halbjahr Rekordmengen an Wind- und Solarkapazität aufbaut und 30 Gigawatt Kohle hinzufügt? China hat es uns gerade gezeigt.

China hat in der ersten Hälfte des Jahres 2026 30 Gigawatt neue Kohlekraftwerkskapazität hinzugefügt und 2,7 Gigawatt stillgelegt. Die Stromerzeugung aus Kohle stieg im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2025 um 3 Prozent. Zuvor gab es im gesamten Jahr 2025 einen leichten Rückgang. All dies geschah in einer Zeit, in der die Installation von Wind- und Solarenergie Rekordhöhen erreichte.

Die Zahlen stammen aus einem neuen Bericht des Centre for Research on Energy and Clean Air und von Global Energy Monitor. Die erneuerbaren Kapazitäten wuchsen im gleichen Zeitraum schneller als je zuvor. Die Herausforderung besteht darin, dass das Stromnetz nicht die gesamte saubere Energie aufnehmen konnte. Die Abregelung, also die bewusste Reduzierung der erneuerbaren Erzeugung, stieg im Jahresvergleich um etwa 50 Prozent. Der ungenutzte Strom entsprach der gesamten Jahresstromerzeugung Indonesiens.

Diese Ausweitung geschah nicht über Nacht. Eine Welle von Genehmigungen für Kohlekraftwerke begann 2021, nachdem hohe Kohlepreise in etwa 20 Provinzen zu Blackouts und Fabrikschließungen führten. Lokale Regierungen beschleunigten Projekte, um sich gegen künftige Engpässe abzusichern. Diese Welle zeigt sich nun in der tatsächlichen Kapazität.

Der Bericht stellt außerdem fest, dass weitere 274 Gigawatt Kohlekapazität im Bau oder genehmigt sind. Das entspricht etwa einem Fünftel der bestehenden chinesischen Kohleflotte. Diese Projekte sind für Jahre weitgehend festgelegt, egal wie schnell erneuerbare Energien skalieren.

Qi Qin, der Autor des Berichts, bezeichnete die Situation als ein Klimaproblem. Neue Kohlekraftwerke müssen Einnahmen erzielen und jahrzehntelang laufen. Das kann ältere Einheiten länger aktiv halten und den Platz für sauberere Energie im Netz verringern.

Parallel dazu entwickelt sich die politische Sprache in Peking weiter. Neuere Dokumente fordern eine angemessene Kontrolle sowohl der Kohlekapazität als auch der Menge des aus Kohle erzeugten Stroms. Der neueste Fünfjahresplan zielt auf eine Senkung der Kohlenstoffintensität, also der Emissionen pro Einheit des BIP, um 17 Prozent zwischen 2026 und 2030 ab, mit Netto-Null bis 2060. Qi Qin merkt eine Kluft zwischen dieser Richtung und der Realität vor Ort an, wo Kohle geschützt bleibt.

Der Grund, warum Kohle ihre Position behält, ist struktureller Natur. Kohleerzeuger müssen langfristige Verträge abschließen, die 70 Prozent ihrer Vorjahresproduktion abdecken. Die Verträge geben ihnen planbare Preise und Auslastungsgrade. In der Praxis schützt das Kohle vor direktem Wettbewerb mit günstigerem erneuerbarem Strom.

China hat in diesem Jahr auch Kapazitätszahlungen eingeführt. Diese Zahlungen belohnen Kohlekraftwerke dafür, dass sie verfügbar sind, um Strom zu erzeugen, auch wenn sie nicht laufen. Jeder Mechanismus kann für die Netzstabilität sinnvoll sein. Zusammen machen sie es erneuerbaren Energien schwer, Vorrang zu bekommen. Wenn die Wind- und Solarstromerzeugung hoch ist, haben Kohlebetreiber wenig Grund, ihre eigene Erzeugung zu reduzieren, und keine Regel, die sie dazu verpflichtet.

Der Bericht schlägt eine andere Reihe von Optionen vor. Er schlägt vor, die Mindestmengen in Kohleverträgen in Provinzen mit hoher Abregelung sauberer Energie oder null beziehungsweise negativen Strompreisen zu senken oder auszusetzen. Das würde es der Kohle ermöglichen, in eine flexible Backup-Rolle zu wechseln. Er fordert außerdem eine Pause bei neuen Kohlegenehmigungen und eine Überprüfung genehmigter Projekte. Auf der Netzseite empfehlen die Autoren mehr Investitionen in Übertragungsleitungen, überregionale Stromhandel und Speicher. Diese Schritte können die Zuverlässigkeit stärken und gleichzeitig saubere Energie unterstützen.

Der Zeitpunkt ist weit über China hinaus von Bedeutung. Seine Energieentscheidungen beeinflussen das globale Ziel, die Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Der Bericht ist im Wesentlichen ein praktischer Leitfaden, um Infrastruktur und Politik an Klimaziele anzupassen. Die Technologie für ein saubereres Netz existiert. Das Marktdesign muss sich nun weiterentwickeln.

Für alle, die den Übergang verfolgen, ist die Botschaft klar. Mehr Wind- und Solarparks zu bauen ist nur ein Teil der Gleichung. Das Netz, die Verträge und die Anreize müssen sich parallel ändern. Das ist die eigentliche Chance hier. Mit den richtigen Anpassungen kann Kohle in eine Backup-Rolle verblassen und Wind und Solar können die Führung übernehmen.