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COP17 Mongolei: Der Gipfel gegen Wüstenbildung, der über die Zukunft Ihrer Nahrung und Ihres Wassers entscheidet

14 August 2026 · 3 min read

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Article image by Asad  Ansari
Image by Asad Ansari

Ulaanbaatar, Mongolei, MMN-Korrespondent: Rund 10.000 Menschen machen sich diese Woche auf den Weg in einen Nationalpark nahe Ulaanbaatar. Sie sind zur COP17 zusammengekommen, der siebzehnten Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung. Das Treffen dauert vom 17. bis 28. August und könnte darüber entscheiden, wie Ackerland, Wälder und Grasland das nächste Jahrzehnt überstehen.

Der Veranstaltungsort ist von großer Bedeutung. Die Mongolei ist eines der am stärksten vom Meer abgeschnittenen und klimasensibelsten Länder der Erde. Ihre Traditionen der Viehwirtschaft sind lebendig, ebenso wie der Druck auf die Weideflächen. Mit der Ausrichtung des Gipfels rückt die Mongolei Hirtengemeinschaften und gesunde Böden in den Mittelpunkt der globalen Aufmerksamkeit. Das ist ein zeitgemäßer Schritt, denn trockene Monate breiten sich über die nördliche Hemisphäre aus, und die Nachfrage nach besserer Landbewirtschaftung wächst.

Vereinfacht ausgedrückt ist Wüstenbildung der Prozess, durch den produktives Land zu wüstenähnlichem Gelände wird. Sie entsteht, wenn Hitze und menschliche Aktivitäten zu viel Vegetation entfernen und der Boden seine Fähigkeit verliert, Wasser zu speichern. Die Folge können geringere Ernteerträge und höhere Lebensmittelpreise sein. Deshalb wird widerstandsfähige Landbewirtschaftung zu einer globalen Priorität. Eine halbe Milliarde Menschen ist bereits mit diesen Bedingungen konfrontiert, und etwa zwei Fünftel der weltweiten Landfläche gelten als geschädigt.

Was diesen Gipfel besonders relevant macht, ist der Zusammenhang zwischen Land und Klima. Gesunder Boden speichert Kohlenstoff. Wenn Land degradiert, entweicht dieser Kohlenstoff in die Atmosphäre. Je stärker sich der Planet erwärmt, desto schneller trocknet das Land aus. Land wiederherzustellen ist daher ein Weg, den Planeten abzukühlen und gleichzeitig die Nahrungssysteme stabil zu halten.

Ein wichtiges Thema auf dem Gipfel ist die Ausgestaltung einer globalen Dürreinitiative. Mehrere afrikanische Länder fordern ein rechtsverbindliches Protokoll, das die Regierungen zum Handeln verpflichtet. Andere, darunter die Vereinigten Staaten und europäische Nationen, bevorzugen einen flexiblen Rahmen, der schnell angepasst werden kann. Beim letzten Mal entschieden sich die Verhandlungsführer in Riad, die Gespräche in Ulaanbaatar fortzusetzen. Nun steht das Thema erneut auf der Tagesordnung.

Weideflächen verdienen einen genaueren Blick. Diese Grasflächen bedecken etwa die Hälfte aller Landflächen der Erde. Sie ernähren Herden, Wildtiere und Millionen von Hirten, die mit den Jahreszeiten ziehen. In diesem Jahr setzt sich die Mongolei für eine COP17-Entscheidung ein, die den Wert der Weideflächen anerkennt und die Stimmen der Hirten in die Landpolitik einbezieht. Die Vereinten Nationen haben 2026 bereits zum Internationalen Jahr der Weideflächen und Viehzüchter erklärt, und dieser Gipfel könnte diese Anerkennung in echte Unterstützung verwandeln.

Eine weitere langfristige Frage betrifft die Strategie der UNCCD nach 2030. Die Delegierten werden mit der Ausarbeitung eines Rahmens beginnen, der bei der COP18 endgültig verabschiedet werden soll. Umweltgruppen fordern, Biodiversität und naturpositive Ernährungssysteme stärker zu berücksichtigen. Das könnte verändern, wie künftige Projekte zur Landwiederherstellung finanziert werden.

Der hochrangige Teil des Gipfels findet vom 24. bis 26. August statt, wenn Minister und hochrangige Beamte eintreffen. Am 24. August werden Praktiker aus der Zivilgesellschaft Erfolgsgeschichten von Gemeinschaften vorstellen, die geschädigtes Land wieder zum Leben erweckt haben. Diese Sitzungen liefern oft die praktischsten Ideen der gesamten Konferenz.

Finanzielle Zusagen stehen im Mittelpunkt. Die von Saudi-Arabien 2024 ins Leben gerufene Partnerschaft für globale Dürreresilienz in Riad hat Zusagen über zwölf Milliarden Dollar gesammelt, um 80 gefährdete Länder zu unterstützen. Diese Woche wollen die Länder wissen, wie diese Mittel verteilt werden und wie die nächste Phase aussieht.

Auch die Mongolei hofft, Investitionen für ihre Flaggschiff-Initiative für Weideflächen anzuziehen. Die Initiative zielt darauf ab, Geld in Projekte zu stecken, die beweidetes Land wiederherstellen und Hirten unterstützen. Eine starke finanzielle Resonanz würde zeigen, dass sich die Themen des Gipfels vom Papier in die Praxis bewegen.

Die diesjährige COP hat ein neues Führungsteam. Die mongolische Außenministerin Battsetseg Batmunkh leitet das Treffen, und Yasmin Fouad, eine ägyptische Wissenschaftlerin mit IPCC-Hintergrund, ist als Exekutivdirektorin der UNCCD tätig. Beide bringen eine Mischung aus diplomatischer und wissenschaftlicher Erfahrung in einen Prozess ein, der oft außerhalb des Rampenlichts stattfindet.

Die Vereinigten Staaten bleiben vollständig in die UNCCD eingebunden. Ihre Delegation wird sich auf praktische Instrumente und freiwillige Maßnahmen konzentrieren. Die sechs Verhandlungsgruppen des Gipfels werden voraussichtlich kooperativ arbeiten, wobei die Zivilgesellschaft direkt zur Diskussion beiträgt.

Die hier getroffenen Entscheidungen werden weit über die Mongolei hinaus zu spüren sein. Sie werden prägen, wie Regierungen, Geber und Gemeinschaften in Landwiederherstellung, Dürrevorsorge und Ernährungssicherheit investieren. Wenn Ihnen der Preis für Brot, die Verfügbarkeit von Wasser und die Zukunft der ländlichen Lebensgrundlagen am Herzen liegen, dann wird ein Teil dieser Geschichte in Ulaanbaatar geschrieben.